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Samstag, 18. Juni 2016, 01:05

Fragmente aus dem Hinterhof

Ich hab mich - glaub ich - ganz verzückt
So schleunigst von mir selbst entrückt,
Denn was ich dort des Nächtens tat
Ist dumm nun in der Gegenwart.

Um dich zu lösen aus dem Blick
Da warf ich mich in einen Fick,
Der doch nur war um zu vergessen
Und mir Begehren zuzumessen.

Doch ach, wie hab ich mich durchschaut
Am nächsten Tage als er graut:
Den faden Nachgeschmack im Mund,
Die Augen rot, die Kehle wund,
Und Bitterkeit füllt diese Stund.

Und dann versiegt der Alkohol,
Ich nüchter aus, ich fühl mich hohl
Und starre trübe auf dein Bild.
Die Seele brach, der Vorwurf wild.

Und Fragen, ach wieso denn nur?
Was dacht‘ ich mir bei dieser Tour?
Ich weiß doch letztlich ganz genau,
Dass das nicht hilft auch wenn es schlau
Erscheinen mag, wenn man es tut,
Doch letztlich ist es niemals gut.

Und so bereu ich stumm und still,
Weiß selber nicht was ich denn will.
Will ich noch dich, bist du passé?
Sag mir doch jemand wo ich steh!

Die Chance bei dir ist doch vertan.
Doch ich erfreu mich an dem Wahn
Zu denken, dass es nicht vorbei
Und dass dort eine Zukunft sei.

Ich seh dich immer noch vor mir
Und träume heimlich von dem wir
Und weiß du bist doch nicht mehr hier
Und das zu wissen, treibt mich schier
Zu dir.

(18.06.2016) *wirklich was ganz aktuelles :S
Und flügelschlagend wirft mich nieder
Das taube Meer, das wogend sich
Erhaben über mir gebrochen,
Und löscht mich aus, ich leb mich nicht...